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Gemeinwohl-
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OWUS-Reise 2013 nach Salzburg zu einem Pionierunternehmen der Gemeinwohlökonomie

OWUS-Reise nach Salzburg zu einem Pionierunternehmen der Gemeinwohlökonomie
Im Rahmen der diesjährigen Unternehmerreise von OWUS besuchten über 30 Teilnehmer ein Unternehmen in Hallwang, in der Nähe von Salzburg, das die Idee der Gemeinwohlökonomie aufgegriffen hat und bereits mit Leben erfüllt.
Zu unserer Reisegruppe gehörten neben Unternehmern und Unternehmerinnen u.a. unsere Gründungsmitglieder Christa Luft und Helmuth Markov sowie Andreas Bernig (MdL) und Kommunalpolitiker aus Märkisch-Oderland und Potsdam-Mittelmark.

Geimeinwohlökonomie 1

Die Firma b.it Büroservice und Daten-Center GmbH Hallwang ist ein Pionierunternehmen der Gemeinwohlökonomie und lebt und arbeitet nach den Gemeinwohlkriterien. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren in der IT-Branche erfolgreich tätig. Das Ergebnis ihrer am Gemeinwohl ausgerichteten Arbeit wurde 2011 erstmals in einer Gemeinwohlbilanz dokumentiert (unter www.bitservice.at kann die Bilanz und der Bericht dazu eingesehen werden). Von ihren umfangreichen Erfahrungen in diesem Prozess berichtete der Geschäftsführer und die Mitarbeiter sowie weitere Salzburger Unternehmer in einer mehr als zweistündig interessant geführten Debatte. Am Anfang des Prozesses, so der Geschäftsführer der Firma, Mag. Bernhard Winter, stand die Aufgabe, die Mitarbeiter des Unternehmens für die Gemeinwohlökonomie zu begeistern, sie zu motivieren und aktiv einzubeziehen. In vielen geführten Diskussionen näherte man sich der Umsetzung an. Die Ergebnisse sprechen für sich. Heute steht die Firma als ein auch ökologisch nachhaltiger Betrieb da. Es werden Kooperationen mit den Kunden, Lieferanten und Partnern im Sinne von kostenloser Weitergabe von Wissen und Know-how, fairen Verträgen und Preisen gepflegt. Die Firma kauft mit Verantwortung und Ethik, was ihre Kunden auch wirklich benötigen und sich wirtschaftlich leisten können. Sie leben eine demokratische Mitbestimmung und Transparenz bei Unternehmensentscheidungen. Im Unternehmen wird Solidarität durch die Reduktion der regulären Arbeitszeit und den Verzicht auf Überstunden gezeigt. Soziale Gerechtigkeit durch faire Gehälter und Mitarbeiterbeteiligung steht als sehr wichtiger Faktor im Fokus. So ist das Verhältnis zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Gehalt (Einkommensspreizung) 1:2,1. Stolz wurde der Reisegruppe das Gesundheitsprojekt für die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter erläutert. Der Geschäftsführer und die Mitarbeiter von b.it mussten nach ihren Ausführungen viele Fragen beantworten. Eine ganz entscheidende Frage dabei war: „Wie kann eine Firma unter den jetzigen gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen diese Gemeinwohlökonomie praktisch umsetzen?“ Die genannten Beispiele sprechen für sich und haben uns beeindruckt und auch davon überzeugt, dass es machbar ist.

Gemeinwohlökonomie 2

Auf großes Interesse insbesondere unserer teilnehmenden Kommunalpolitiker trafen die Vorstellungen zur Entwicklung von Gemeinwohlgemeinden. In Südtirol (Italien) ist dieser Prozess in einigen Kommunen bereits umgesetzt. Auch die Vorstellungen der neuen Landesregierung von Salzburg zur finanziellen Förderung z.B. des Erstellens der Gemeinwohlbilanzen wurden aufmerksam zur Kenntnis genommen.

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