Offener Wirtschaftsverband von kleinen und mittleren Unternehmen, Freiberuflern und Selbstständigen e.V. - www.owus.de

Offener Wirtschaftsverband von kleinen und mittleren Unternehmen,
Freiberuflern und Selbstständigen e.V.

Gemeinwohlorientierter Wirtschaftsverband - Aus wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Verantwortung




Sehr geehrte Mitglieder, liebe Freunde und Freundinnen, Sympathisanten und Sympathisantinnen, sehr geehrte Interessierte,

herzlich willkommen auf der Internetseite des Offenen Wirtschaftsverbandes für kleine und mittelständische Unternehmen, Freiberufler und Selbstständige in der Bundesrepublik Deutschland e.V. (OWUS). Sind Sie (wie wir) der Meinung, dass es zwischen unternehmerischem Engagement und sozialer Verantwortung eine Verbindung gibt, die sich Moral nennt? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Gemeinsam möchten wir - ganz nach unserem Motto „Aus wirtschaftlicher Vernunft und sozialer Verantwortung - für einen wirklich fairen Wettbewerb um die besten Ideen und Produkte eintreten, aber auch um wirtschaftliche Lösungen, die sich nicht nur auf die Kosten der kommenden Generationen, der Umwelt oder den schlechten Arbeitsbedingungen weit entfernt lebender Menschen hin rechnen. Diese Internetseite soll dazu dienen, Ihnen die Möglichkeit zu geben uns und unsere Arbeit näher kennen zu lernen. Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen. Herzlichst, Ihr OWUS Dachverband e.V.



Vorankündigungen

  • Unternehmerfrühstück am 13. November 2020 um 9.00 Uhr mit einem Vertreter der Deutschen Rentenversicherung Bund zur Grundrente; falls bis dahin das BMAS den Gesetzentwurf zur Altersvorsorgepflicht veröffentlicht hat, wird dies thematisch mit berücksichtigt.

  • OWUS-Stammtisch am 13. Januar 2021 um 18.00 Uhr mit dem Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer
    (DIE LINKE) im ABACUS Tierpark Hotel Berlin-Lichtenberg

  • Unternehmerfrühstück am 19. Februar 2021 um 9.00 Uhr mit dem Senator für Finanzen Dr. Matthias Kollatz (SPD)

Corona- und terminkalenderbedingte Änderungen von Raum und Zeit sind bei allen Veranstaltungen nicht ausgeschlossen.

Informationen und Beiträge zu aktuellen Themen
20 Jahre Gemeinwohl-Ökonomie - Grußschreiben von OWUS

Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e. V.
Gemeinwohl-Ökonomie Berlin-Brandenburg e. V.
Glogauer Str. 21 10999 Berlin

Liebe Freundinnen und Freunde der Gemeinwohl-Ökonomie,

OWUS gratuliert Euch zum 10. Geburtstag! Vor 10 Jahren hat die Suche nach Alternativen zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem ein neues Gesicht und einen Namen bekommen. Von Wien ausgehend hat inzwischen der Gedanke der Gemeinwohl-Ökonomie in vielen Ländern Europas und auch in Übersee Einzug gehalten. Sie ist eine gewichtige Stimme im Chor der Solidarischen Ökonomie geworden. Der postulierten „Alternativlosigkeit“ der TINA-Ideologie – „There Is No Alternative“- steht die von der attac-Mitbegründerin Susan George formulierte These des TATA gegenüber – „There Are Thousands of Alternatives“. Die Vielfalt der theoretischen Auffassungen zum Inhalt dieser tausend Alternativen zum schlechten Bestehenden ermutigt viele Aktivisten in- und außerhalb der Wirtschaft. Entgegen der neoliberalen „Alternativlosigkeit“ zum gegenwärtigen Wirtschaftssystem können konkrete Wege zu einem gemeinwohlorientierten Wirtschaften aufgezeigt werden. Und zwar nicht in theoretischen Transformationsdebatten, sondern in einem konkreten wirtschaftlichen Handeln. Dabei ist die Frage zu beantworten, handelt es sich um eine Solidarische Ökonomie innerhalb der bestehenden Herrschaftsstrukturen oder eine Solidarische Ökonomie in Auseinandersetzung mit diesen Strukturen? Die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie hat diese Frage klar beantwortet, in dem sie sich mit den gegenwärtig herrschenden Strukturen in der Gesellschaft und vor allem in der Wirtschaft auseinandersetzt. In der Auseinandersetzung um Konkurrenz oder Kooperation, Gewinnstreben oder Gemeinwohlstreben - also letztendlich Wirtschaft als Verbrechen an der Menschheit oder Wirtschaft zum Wohle der Menschheit - werden die herrschenden Strukturen der kapitalistischen Produktionsweise kritisch hinterfragt und damit auch in Frage gestellt.

Unser Verband OWUS wurde dieser Tage 26 Jahre alt. Seine Gründung am 01. Oktober 1994 war ebenfalls geprägt durch die Suche nach einer Alternative. Viele Gründungsmitglieder sahen nach dem Beitritt zur Bundesrepublik zunächst in ihrer Unternehmensgründung eine Alternative zu ihrem bisherigen beruflichen Lebenslauf, der für viele von ihnen vor 30 Jahren abrupt unterbrochen wurde. Aber sie wollten anders unternehmerisch tätig werden, keine „Kapitalisten“ sein. Die Sozialisierung in einem gänzlich anderen Wirtschaftssystem hatte seine Spuren hinterlassen. Und fast vor genau neun Jahren kam es in Wien zu einem ersten Zusammentreffen von Vertretern unseres Verbandes und der jungen Bewegung der GWÖ in Person von Christian Felber. Das war die Initialzündung! Seit 2011 gehört die Gemeinwohl-Ökonomie mit zu den wichtigsten thematischen Schwerpunkten der Arbeit unseres Unternehmerverbandes. Zum 20. Geburtstag wurde 2014 in Berlin eine KMU-Konferenz zur GWÖ ausgerichtet, sieben Mitgliedsunternehmen und –organisationen haben inzwischen Gemeinwohlberichte vorgelegt, teilweise mehrfach. 2015 legte unser Landesverband Berlin-Brandenburg als einer der ersten Unternehmerverbände in Deutschland seinen Bericht vor und wurde zertifiziert. Bis zur wechselseitigen Mitgliedschaft OWUS B-B – GWÖ B-B war es dann nur noch ein kurzer Schritt.

 

Liebe Freundinnen und Freunde, für die nächsten 10 Jahre wünschen wir Euch viel Erfolg, möge die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie weiter wachsen und zu einem normalen Ansatz wirtschaftlichen Handelns werden.

Mit solidarischen und gemeinwohlorientierten Grüßen
Dr. Rolf Sukowski Vorsitzender des Vorstands vom OWUS-Dachverband e. V. und vom OWUS Berlin-Brandenburg e. V.

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Corona-Zuschuss wird vielmehr eine Hilfe für die Immobilienbranche und Banken aber nicht für die Selbständigen, Freiberufler und Kleinstunternehmen sein

Der OWUS e. V. stellt fest, dass der Corona-Zuschuss, der als Soforthilfe für Kleinstunternehmen, (Solo-)Selbständige und Freiberufler vom Bund bereitgestellt wurde, vor allem der Immobilienbranche und den Banken zugute kommen könnte. Erfahrungsberichte seiner Vereinsmitglieder und deren Geschäftspartner*innen bestätigen dies.

Die Bedingung für den derzeit rechtmäßigen Erhalt des Corona-Zuschusses aus Bundesmitteln ist an die Verwendung zur Deckung von Betriebskosten für drei Monate geknüpft. Den größten Anteil machen i. d. R. Gewerbemieten und Pacht aber auch Leasing-Raten, Kredittilgungen und weitere Fixkosten aus. Nach Erhalt der Soforthilfe werden die meisten Unternehmer aus Gründen der betrieblichen Existenzsicherung auch wirklich und hauptsächlich die monatlichen Verbindlichkeiten aus Miete und Pacht befriedigen.

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Erfahrungsberichte und Meinungen - Ergänzung der Pressemitteilung als PDF-Dokument öffnen


Aktueller ALG-II-Antrag zur Grundsicherung erfordert bei Selbständigen hellseherische Fähigkeiten und schließt die üblichen Ablehnungen und Rückforderungen von Leistungsansprüchen nicht aus

OWUS e. V. stellt fest, dass im Zusammenhang mit der vorläufigen Genehmigung eines vereinfachten ALG-II-Antrages (VA) nebst Anlage zur Darstellung der wirtschaftlichen Situation (KAS) in einigen Punkten Konkretisierungen bzw. Klarstellungen notwendig sind. Das bestätigen auch Erfahrungsberichte seiner Vereinsmitglieder und deren Geschäftspartner*innen.

Im Gegensatz zu den Zuschuss-Anträgen müssen nun wesentlich detailliertere Informationen eingereicht werden. Sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Betriebsausgaben wird eine Prognose für die nächsten fünf Monate erwartet. Da selbst die Bundesregierung derzeit nicht sagen kann, wann der „Shut Down“ gelockert oder aufgehoben wird, bedürfen die Antragsteller somit hellseherischer Mittel, um sicher an ihre Grundsicherung zu gelangen. Änderungen der Einnahmen müssen außerdem unverzüglich angezeigt werden. Da dies dann auch mit der umgehenden Prüfung durch die Jobcenter verknüpft sein müsste, sind Sinn und Praxis in einer Zeit täglicher Situationsänderungen fraglich. Die bisherigen Ausgaben müssen mit einer aktuellen BWA belegt und eingereicht werden, was wiederum die Inanspruchnahme kostenpflichtiger Beratungsleistungen erfordert..

Vollständige Pressemitteilung zur Grundsicherung als Coronahilfe als PDF-Dokument öffnen






Nachdem insbesondere in den letzten Tagen zunehmend die bedrohliche wirtschaftliche Situation von Solo-Selbständigen und Unternehmen mit wenigen Beschäftigten thematisiert wurde (u.a. vom Präsidenten des DIW Prof. Fratzscher), begrüßen wir ausdrücklich die jüngsten Aktivitäten der BReg für die Unterstützung von Solo-Selbständigen und Kleinunternehmern. „Alle Waffen liegen auf dem Tisch!“, welche davon sind für diese Gruppe von Selbständigen anwendbar oder werden noch ganz andere benötigt? Immerhin handelt es sich dabei um über 2 Millionen Solo-Selbständige und sicherlich in ähnlicher Größenordnung um Kleinst- und Kleinunternehmer mit ihren Familien. OWUS macht zusammen mit SODI bei dieser Gelegenheit auch ausdrücklich auf „Unternehmen mit wenigen Beschäftigten“ in der Rechtsform von Vereinen der Zivilgesellschaft aufmerksam.

  Dieser Beitrag als PDF-Dokument - Standpunkt von OWUS zu Corona-Hilfen



Redet mit den Unternehmern!

OXI Wirtschaft anders denken 3/20 Seite 7
Warum es Zeit für eine Wirtschaftskonferenz der Linkspartei ist. Ein Gastbeitrag
ROBERT GADEGAST UND ROLF SUKOWSKI

Ist linke Wirtschaftskompetenz Aberglaube oder Realität? Diese Frage wird immer wieder gestellt. Der nicht nur parteipolitisch Linken wird eine hohe Kompetenz unter anderem in der Friedensfrage sowie auf sozialem Gebiet zugesprochen. Trotz hervorragender Regierungsarbeit in der Wirtschaft beziehungsweise Finanzen in Berlin und Brandenburg wird linke Politik häufig nicht mit Wirtschaftskompetenz in Zusammenhang gebracht. >>Wir müssen Wirtschaft neu denken. Dabei geht es darum, wie wir konsumieren, aber auch darum, wie wir produzieren, Werte schaffen<<, formulierte der Vorstand der Linkspartei im August 2019. Das sind substanzielle Aussagen, die ein konkretes Herangehen an neues Wirtschaften erfordern und nicht nur theoretische Debatten. Wenn es Übereinstimmung darüber gibt, dass es in einer endlichen Welt kein unendliches Wachstum geben kann, aber Wachstum des Profits wegen Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise ist, kann letztlich die Konsequenz aus dieser Erkenntnis nur die Überwindung dieser Produktionsweise sein. Diesen Prozess einzuleiten und mögliche Wege dazu aufzuzeigen, muss Teil einer linken Wirtschaftspolitik sein.

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